Rasayana – Ayurvedische Verjüngungstherapie

 

 Rasayana ist eine eigene Wissenschaft innerhalb des Ayurveda, eine besondere Behandlungsform, die zur Verbesserung des körperlichen, geistigen und moralischen Zustandes führen soll. Die auf ein tiefes Verständnis von der Natur beruhenden Erkenntnisse des Ayurveda, die sich von unserem materialistischen Weltbild maßgeblich unterscheiden, sollte uns westlichen Menschen nicht dazu verleiten, subjektiv die uns vertrauten Kriterien der Wissenschaftlichkeit, als Maßstab für die Wirksamkeit dieser Therapieform anzulegen. Das Konzept des Rasayana basiert auf zwei Prinzipien, das der Erhaltung und das der Umwandlung von Energie. Rasayana verlangsamt deutlich den Alterungsprozess, führt zur Verjüngung und ermöglicht uns eine optimale Ausschöpfung der körperlichen- und geistigen Ressourcen, sorgt für eine gute Gesundheit im Alter, optimiert die Rekonvaleszenz und ist eine probate Therapie bestimmten Krankheiten zu begegnen.

 

Das Wort Rasayana ist aus den Begriffen Rasa und Ayana zusammengesetzt. Rasa ist die Grundsubstanz aller Körpergewebe und kann am ehesten mit Plasma oder Lymphe verglichen werden. Es zirkuliert im gesamten Körper und ist das erste Gewebe, das aus aufgenommener Nahrung und Medikamenten entsteht. Ayana ist die Methode, mit der Rasa zu allen Geweben befördert wird um dort biochemisch umgewandelt zu werden. Richtig angewandt verbessert Rasayana die Qualität der Gewebe, die Drüsenfunktionen, die Funktion des Gehirns; stärkt die Verdauungskraft, die Körper- und Abwehrkräfte; mobilisiert die Stoffwechselvorgänge in den Geweben.

Es werden zwei Arten von Rasayana unterschieden.

 Kutipravesika eine stationäre Form, die aufgrund des erheblichen Aufwandes, z.B. Bau einer speziellen Hütte, die nicht verlassen werden darf, eher selten durchgeführt wird.

 Vatatapika, eine ambulante Form die im normalen Tagesrhythmus durchgeführt werden kann. Voraussetzung für die Durchführung von Rasayana ist in jedem Fall eine gründliche Reinigungstherapie (Panchakarma).

 Sollte keine Möglichkeit dazu bestehen sollte aber wenigstens eine Darnreinigung durchgeführt werden Bei Vatatapika Rasayana ist es dem Patienten durchaus erlaubt sich im Freien aufzuhalten. Diese Form von Rasayana ist leicht durchzuführen und mild in der Wirkung.

 

Rasayana wird dem Nutzen nach in 3 Gruppen unterteilt: 1. Kamya Rasayana, 2. Naimittika Rasayana, 3.Ajasrika Rasayana.

 

 Kamya Rasayana kann je nach den Bedürfnissen des Patienten unterteilt werden in:

 

a)Prana Kamah, der Wunsch die physische Gesundheit und Vitalität zu unterstützen und zu fördern. Hierzu werden Produkte aus den Pflanzen Amalaki, Haritaki, Guduci Shatavari, Ashwagandha, Bala und Yashtimadhu verwendet.

 

b) Medha Kamah, ist die Methode um die mentale Gesundheit zu fördern und zu unterstützen. Dafür eignen sich z.B. Pflanzen wie Brahmi, Shankhapushpi, Vacha und Jivanti.

 

c). Shri Kamah, zur allgemeinen Unterstützung können Amalaki, Triphala, Bhringaraj und auch Aswagandha wirkungsvoll verabreicht werden

 

Naimittika Rasayana dient zur Erhaltung der Gesundheit der einzelnen Gewebe, Organe und Organsystemen und hilft Erkrankung dieser vorzubeugen. Die hierbei verwendeten Substanzen dienen ebenso als Anupana (Adjuvans) in der Behandlung verschiedener Krankheiten zur schnelleren und besseren Genesung und zur Verhinderung von Rezidiven. Einige Beispiele hierfür sind:

 

Rheumatoide Arthritis: Rasona, Pippali, Ashwagandha, Guduchi.

 

Hauterkrankungen: Guduchi, Bhringaraj,

 

Diabetes: Haridra, Shilajit, Amalaki.

 

 Urogenitaltrakt: Gokshura, Punarnava, Shilajit

 

Gastrointestinal Trakt: Amalaki, Haritaki Vidanga Shatavari Guduchi.

 

 Ajasrika Rasayana ist die tägliche Einnahme von Milch und Ghee zur Stärkung gegen die alltäglichen Belastungen.

 

 Um all diese oben erwähnten Rasayanas in ihrer Wirkung zu unterstützen oder überhaupt Wirksam werden zu lassen, ist Achara Rasayana von großer Bedeutung. Dieser so wichtige Teil einer Rasayana Therapie wird selten berücksichtigt, ist wenig bekannt, oder wird gar nicht mit Rasayana in Zusammenhang gebracht. Achara Rasayana lehrt, dass ein Rasayana seine volle Wirkung nur in einem Menschen entfaltet der in Körper und Geist rein und frei von Ärger ist, der friedvoll, freundlich, mitfühlend und ehrlich ist. Spirituelles Wissen, Gebete, maßvoller Umgang mit Alkohol, Sexualität und Sprache sind weitere Voraussetzungen für eine erfolgreiche Rasayana Therapie . Die Schriften sagen, es sollte kein Rasayana an einen Menschen gegeben werden der nicht frei von Krankheit ist, der nicht an die Wirksamkeit der Therapie glaubt. Die Dosha sollen im Gleichgewicht und Satva Guna im Geist vorherrschend sein. Nur in diesem Zustand der Reinheit und Ausgeglichenheit kann ein Rasayana seine bestmöglichste Wirkung entfalten.

 Um den Alterungsprozess zu verlangsamen wird Bala Mula Rasayana empfohlen. Die morgendliche Einnahme von Bala (pulverisierte Wurzel) mit Milch. Reis gemischt mit Ghee und Milch wird als Diät verabreicht. Dieses Rasayana ist aber nur nach einer vollständigen ausleitenden Reinigungstherapie (Shodhana) anzuwenden.

Die bekanntesten und am häufigsten Verwendeten Rasayanas sind Guduchi, Amalaki, Guggulu, Haritaki.

Abschließend kann gesagt werden, dass eine Rasayana Therapie der Weg zur Verjüngung und Gesundheit bis ins hohe Alter ist, aber weitaus mehr, als die einfache Gabe eines pflanzlichen oder mineralischen Präparates.

 


 

Heuschnupfen

 

Von vielen Menschen wird der Frühling herbeigesehnt, für andere bedeutet Frühling aber auch allergische Reaktion auf Pollen verschiedenster Art. Schnupfen, Augenbrennen, Husten, asthmatische Beschwerden, in manchen Fällen auch Fieber. Dies sind wohl die häufigsten Symptome des sogenannten Heuschnupfen. Von leichten Missempfindungen bis zu einem schweren Krankheitsgefühl reicht das Spektrum der Symptome.

 

Das Wort Allergie hat seine Wurzel im Altgriechischen und bedeutet soviel wie die Fremdreaktion (allergia), ebenso wie das Wort allos was soviel wie fremd oder eigenartig bedeutet. Eine ungewöhnliche Reaktion auf Stoffe, wie z.B. Gräser und Pollen, welche im Grunde keine Gefährdung für den menschlichen Organismus bedeuten. Je nach Allergen kann der Heuschnupfen in Mitteleuropa zwischen Februar und Oktober auftreten. Schulmedizinisch betrachtet gehört der Heuschnupfen, auch Rhinitis allergica oder Heufieber genannt, zur Allergiegruppe 1 vom Soforttyp. Die Behandlung erfolgt meist durch die Gabe von Antihistaminica oder Cortison. Eine sogenannte Desensibilisierung wird als prophylaktische Maßnahme angeboten.

 

Ayurvedisch betrachtet sind mögliche Ursachen für einen Heuschnupfen:

  • Unterdrückung von natürlichen Bedürfnissen wie Niesen und Husten und tiefer Atmung

  • schwache Verdauung und der Entstehung von Ama (Stoffwechselschlacken)

  • klimatische Einflüsse wie feuchte Kälte und Schnee

  • häufiges Trinken von kaltem Wasser

  • Tagesschlaf oder exzessiver Schlaf

  • Einatmen von Rauch und Staub

  • Umwelteinflüsse (unten ausführlich)

Eine Anhäufung und gesteigerte Viskosität von Kapha-Dosha im Bereich des Atmungstraktes und Kopfes ist die Folge. Das dadurch in seiner Bewegung behinderte Vata-Dosha trägt dann dazu bei, das die typischen Symptome wie Niesreiz, Jucken der Schleimhäute in Rachen und Nase, Augenjucken, Schweregefühl im Kopfbereich entstehen.

 

Neben Kapha können auch Vata und Pitta am Heuschnupfen beteiligt sein. Die Beteiligung der einzelnen Doshas zeigt sich in der unterschiedlichen Symptomatik.

 

Bei starker Beteiligung von Vata zeigen sich Symptome wie intensives Niesen, Heiserkeit, Mundtrockenheit, klares wässriges Sekret,stechender Schmerz im Kopfbereich und in der Nase.

 

Ist Pitta stark involviert kommt es zu Fieber, Entzündungen in der Nase, starkem Durst, Trockenheit im Mund und Rachen sowie gelblichem Nasensekret.

 

Ist Kapha das dominante Dosha sind Speichel und Nasensekret stark viskös und weißlich, Juckreiz und Schwellungen treten im Nasenbereich auf. Appetitlosigkeit, Schweregefühl und Husten weisen ebenfalls auf eine Kapha Dominanz hin.

 

Bei einer Beteiligung aller drei Doshas treten verschiedene Kombinationen der eben beschriebenen Symptome auf.

 

Eine Chronifizierung der Beschwerden kann durchaus zu schwereren Folgeerkrankungen im Kopfbereich und Atmungstrakt führen.

 

Ayurvedische Behandlungsmöglichkeiten

 

Da beim Heuschnupfen Kapha Dosha als Hauptverursacher angesehen werden kann, liegt der Schwerpunkt der Behandlung auf einer Reduzierung oder Ausleitung von Kapha. Eine Reduzierung von Kapha kann häufig schon durch eine entsprechende Ernährung und Änderung im Lebensstil erreicht werden. Meiden Sie kalte Getränke, zu viele Milchprodukte, Speiseeis und Rohkost. Bevorzugen Sie bittere, scharfe Kräuter und Gewürze sowie trockene warme Nahrung um Schleimansammlungen zu verflüssigen und zu reduzieren. Trinken Sie heißen Kräutertee.

 

Meiden Sie auf jeden Fall Tagesschlaf und übermäßiges Schlafen und unterdrücken Sie auf keinen Fall Nies- oder Hustenreflex. Atmen Sie tief, gleichmäßig und frei. Atemübungen wie die Wechselatmung sind sehr hilfreich. Sorgen Sie ausreichend für Frischluft. Mit diesen Maßnahmen sollten Sie mindestens 2 Monate vor ihrer persönlichen Allergiezeit beginnen. Nehmen Sie abends nur leichte, warme Nahrung, z.B. eine Gemüsesuppe, vor 19.00 Uhr zu sich. Ihre Hauptmahlzeit sollten Sie auf jeden Fall mittags zwischen 12 und 14 Uhr zu sich nehmen.

 

Zur Unterstützung können Sie folgende Kräutermischung 3x täglich einen ¼ TL mit Honig einnehmen.

 

4 Teile Sitopalladi (ayurvedische Gewürzmischung),

 

4 Teile Yashtimadhu (Süßholzpulver)

 

1 Teil Pippali (Langkorn Pfeffer)

 

Als weitere pflegende Maßnahmen in der Tagesroutine ist morgens eine Nasenspülung mit warmen Salzwasser (am besten Steinsalz) zu empfehlen. Zur Pflege der Nasenschleimhäute geben Sie nach der Spülung einen Tropfen Anu tailam bei nach hinten überstrecktem Kopf in jedes Nasenloch, ziehen das Öl hoch und massieren leicht die Nasenflügel. Ein leichtes Brennen das im Rachenraum entstehen kann ist vielleicht etwas unangenehm aber ungefährlich.

 

Durch eine Panchakarma Behandlung kann Kapha mit Hilfe einer Ausleitung über den Darm (Virechena) angemessen reduziert werden. Bei stark vermehrtem Kapha empfiehlt es sich durch therapeutische Erbrechen (Vamana) überschüssiges Kapha zu eliminieren. Vamana sollten Sie aber nur unter Anleitung eines in Panchakarma ausgebildeten Arztes oder Heilpraktikers möglichst im Frühjahr durchführen. Zu dieser Jahreszeit verflüssigt sich Kapha durch den zunehmenden Einfluss

 

der höher steigenden Sonne im Körper und ist dann am besten auszuleiten.

 

Um den Kopfbereich zusätzlich von überschüssigem Kapha zu befreien, ist nach der Reinigung des Magen-Darm- Traktes eine ausleitende Behandlung über die Nasenschleimhäute (Shirovirechena) angezeigt. Auch diese sollte von einem ayurvedischen Arzt oder Heilpraktiker durchgeführt werden. Medizinische Öle wie Shadbindu tailam oder Pulvermischungen finden hier Anwendung.

 

Vorbeugen ist besser als behandeln

Eine der Konstitution, Alter und Jahreszeit und Allergie entsprechend Ernährung und Lebensweise, hilft die Entstehung von Allergien zu verhindern.

  • Essen Sie so natürlich wie möglich,

  • Meiden Sie die oben und unten aufgeführten Reize und Ursachen entsprechend ihrer individuellen Belastungsgrenzen.

  • Meiden Sie Fertigprodukte und Nahrungsmittel die mit künstlichen Aromastoffen versetzt sind

  • Lernen Sie wieder auf die Signale zu achten die Ihnen Psyche und Körper geben und darauf zu reagieren.

  • Achten Sie auf ihr persönliches gesundes Verhältnis von Anspannung und Entspannung im täglichen Leben.

  • Fördern Sie satvische Qualitäten durch Meditation und Yoga.

Allergien und Umwelt, eine ayurvedische Betrachtung

Wieso haben nachweislich Menschen die auf dem Lande aufgewachsen sind weniger häufig Heuschnupfen als Menschen die aus der Großstadt kommen ?

Die heute allgemeine Reizüberflutung der Sinne , die in einer Großstadt wesentlich intensiver ist als auf dem Lande, führt zu einer Überforderung in der Reizverarbeitung. Es ist hinlänglich bekannt das Lärm krank macht, hinzu kommen aber noch die Lichtreize von Verkehr und Leuchtreklamen und Feinstaub, die die Augen belasten (unsere Augen erleben kaum noch natürliche Dunkelheit). Unnatürliche massive Gerüche durch Abgase, häufiges körperliches Bedrängt sein durch überfüllte Verkehrsmittel (Informationen über die Haut). Nicht zuletzt Geschmacksirritationen durch die Provokation der Mundschleimhäute durch Abgase und künstlichen Nahrungsmittelbeigaben. Also eine intensive Reizüberflutung des Körpers über die Sinne.

Davon betroffen, sind die 3 Doshas, die durch über die Subdoshas in den Sinnen wirken. Alochaka Pitta in den Augen, Bodaka Kapha für den Geschmack usw. So wie unser Geschmackssinn durch den dauernden Konsum von stark gesüßten Speisen gestört wird können auch die andere Sinne durch die oben beschriebenen Umwelteinflüsse gestört werden. Wie neuste Studien beweisen führt z.B. nächtlicher Fluglärm zu Allergien bei Kindern. Die Doshas spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Körpergewebe. Die Essenz aller Gewebe ist Ojas und dieses Ojas spielt eine wesentliche Rolle für das Immunsystem. Das heißt gestörte Doshas gleich gestörte Gewebebildung also subobtimales Ojas.

Die subtile Form der Doshas, die auf zellulärer Ebene wirken, sind Prana (Vata), Tejas (Pitta) und Ojas (Kapha). Eine Störung der Doshas hat natürlich auch Auswirkungen auf ihre subtile Form und auf die Gewebe aus denen die Organe des Immunsystems, z.B. Darm, Schleimhäute, Milz, Knochenmark usw. bestehen. Eine Störung der Zellfunktionen und Zellintelligenz in den Abwehrzellen kann zu Autoimmunreaktionen aber zu auch überschießenden Reaktionen auf körperfremde Stoffe führen. Also kann abschließend gesagt werden, dass nicht allein Lebensmittel, Metalle, chemische Substanzen und Pollen Allergien auslösen, sondern die Reizüberflutung durch die Umwelt einen maßgeblichen Anteil daran hat. Zu wenig Sinnesreize machen krank, zu viele aber ebenso.

 


 

Ayurvedisch Leben im Winter

 

Nun ist es nicht mehr weit bis der Winter vor der Tür steht. Die Tage werden kürzer und die Temperaturen kühler. Durch die verminderte Sonneneinstrahlung verliert Pitta Dosha gegenüber den anderen Jahreszeiten merklich an Einfluss. Im Winter sind je nach Wetterlage Kapha (feuchtes, kühles, Wetter) und Vata Dosha (trockenes, kaltes Wetter) vorherrschend.

 

 

Herbst

Winter

Frühling

Nördliche Kreislauf der Sonne geht zu Ende

Sonne hat den niedrigsten Stand befindet sich auf dem südlichen Kreislauf

Sonne beginnt nördlichen Kreislauf, steigt höher

Pitta angereichert vom Sommer

Vata und Kapha nehmen zu

Vata stark bei kaltem, trockenem Wetter

Kapha stark bei kaltem feuchtem Wetter

Kapha verflüssigt sich, Pitta nimmt zu

 

 

Wie wir alle jedes Jahr wieder erleben, haben diese jahreszeitlichen Veränderungen einen maßgeblichen Einfluss auf unser Befinden und unsere Lebensweise. Der Organismus hat im Winter einen höheren Energiebedarf um sich vor den äußeren kalten Einflüssen zu schützen und die Körpertemperatur konstant zu halten. Wärmende Kleidung, die den Energieverlust dämmen soll und eine entsprechend energiereiche Nahrung die die notwendige Körpertemperatur erzeugen kann, werden dafür benötigt. Auf die von außen einwirkende Kälte reagiert der Körper mit einem Zusammenziehen von Poren und Unterhautgewebes und bringt die hier abgezogene Wärme in den Verdauungstrakt, was durch die Vermehrung von Pitta den Appetit steigert. Eine starke Verdauungskraft ist erforderlich um eine energiereichere Nahrung, die meist Kapha betont ist, für den Körper nutzbar zu machen. Die Verdauungskraft, das Agni, kann durch entsprechende Gewürze wie Ingwer, Nelken, Zimt unterstützt und gesteigert werden.

 

Beispiele für winterliche Ernährung

 

 

Vata

Pitta

Kapha

Frühstück

10 - 10.30 Uhr

Haferbrei warm mit Apfelmus oder reife in Ghee gebratene Banane

 

Haferbrei mit Milch

Datteln oder Feigen

Gerstenbrei warm

mit Trockenfrüchten

Mittagessen

13 – 14 Uhr

Kitchari mit Ghee

Eintopf oder Suppe Gemüsen der Jahreszeit aus der Region und Nudeln, Reis

Kitchari mit Gewürzen die Pitta nicht vermehren. Reis, Nudeln, Eintopf oder Gemüsesuppe

Kitchari scharf gewürzt

oder Suppen , Eintopf

Gemüse der Saison mit scharfen Gewürzen

Abendessen

17 – 19 Uhr

Leichte warme Suppe

Kräftiger Eintopf

Leichte warme Suppe

 

Noch ein paar Rezepte:

 

Schmorgurken für Vata -Konstitution

 

2 Tl Ghee, 2 Gurken, 1 Tl Ajowan, 1 Scheibe Ingwer, ½ Tl Kurkuma, frischer Basilkum, 1 Ms Koriander gemahlen, etwas Kräuter-Salz

  • Ghee in einem Topf erhitzen und die Ajowansamen darin anrösten. Fein geschnittenen Ingwer und Kurkuma hinzufügen.

  • Die Gurken schälen, entkernen und würfeln, dazugeben und umrühren.

  • Etwas salzen, damit sie Wasser ziehen und bei milder Hitze sanft köcheln lassen.

  • Nach ca. 20 min mit frisch gehacktem Basilikum und gem. Koriander abschmecken. Evtl. nochmals etwas mit Kräutersalz nachwürzen.

 

Kürbissuppe für Pitta-Konstitution (für 4 Personen)

 

1 El Ghee, 1 Hokkaido-Kürbis (ca. 1 kg), 2 Kartoffeln, ½ Knolle Sellerie,

 

1 Apfel, 1 Tl Curry (mild), ½ Tl Koriander, ½ Dose Kokosmilch, Salz (Kräutersalz) oder Sojasauce, frische Kräuter (Korianderblätter oder Basilikum)

  • Kürbis, Karoffeln, Sellerie und Apfel in kleine Stücke schneiden

  • Ghee erhitzen, Curry und Koriander darin kurz anrösten und das kleingeschnittene Gemüse dazugeben. Mit der Kokosmilch und heißem Wasser soviel dazugeben, dass das Gemüse gut bedeckt ist und alles ca. 20 min köcheln lassen.

  • Wenn das Gemüse gar ist, die Suppe pürieren (fein oder etwas gröber, je nach eigenem Geschmack).

  • Mit Salz oder Sojasauce, evtl. auch noch etwas schwarzen Pfeffer, abschmecken und die frischen Kräuter unterrühren oder darüberstreuen.

 Mildes Fenchelgemüse für Kapha-Konstitution

 

1 El Ghee, 2 Fenchelknollen, 1 Tl Kreuzkümmelsamen, ½ Tl Fenchelsamen, 1 Ms Asafötida, ½ Tl Curry, 1 Ms schwarzer Pfeffer, 1 Tl Kräutersalz

  • Ghee sanft erhitzen, Kreuzkümmel- und Fenchelsamen darin anrösten. Asafötida und Curry hinzugeben und mit etwas Wasser aufgießen.

  • Fenchel vierteln, Strunk und harte Schale entfernen und in den Gewürzsud geben. Kräutersalz hinzufügen und alles sanft köcheln lassen.

  • Mit etwas Pfeffer und ein wenig Thymian abschmecken und 5 min. ziehen lassen.

 

Allgemeine Ernährungsempfehlungen für den Winter

 

Vermeiden Sie grundsätzlich größere Mengen an Nahrungsmittel die Kapha oder Vata stark vermehren.

 

Achten Sie darauf, dass in ihren Mahlzeiten alle 6 Geschmacksrichtungen enthalten sind, proportional entsprechend der Konstitution und Verdauungskraft.

 

Fasten Sie auf keinen Fall oder lassen Mahlzeiten aus, bevorzugen Sie warme Suppen und Eintöpfe.

 

 

Im Takt der Natur

 

Stehen Sie morgens gegen 7 Uhr auf.und gehen Sie nicht zu spät schlafen, am besten ca. 22 bis 23 Uhr

 

Sein Sie körperlich mäßig aktiv, aber vermeiden Sie es komplett inaktiv zu sein.

 

Setzen Sie sich nicht länger kaltem Wind aus, falls möglich gehen Sie unbedingt in die Sonne.

 

Massieren Sie sich täglich mit warmen Sesamöl, das bringt Wärme in den Körper und schützt die Haut vor Austrocknung.

 

Tropfen Sie 1x tgl. 2-3 Tropfen warmes Sesam- oder Kalmus Öl in die Nase. Das hält die Schleimhäute feucht auch wegen der trockenen Heizungsluft und schützt vor Infektionen.

 

Tragen Sie kräftige warme Farben wie Gelb, Orange und Rot, das bringt wärmende Gefühle ins Gemüt und hilft Trägheit zu überwinden.

 

Tragen Sie auf jeden Fall Mütze, Schal und halten Sie Ohren warm gegen den Verlust von Wärme, denn die meiste Körperwärme geht über den Kopf verloren.

 

In der Übergangszeit vom Herbst zum Winter verzichten Sie auf jeden Fall auf Kapha provozierend Nahrung wie Hartkäse, kalte Getränke und Speiseeis, trinken Sie warme Kräutertees mit Ingwer, Zimt, Nelken und anderen wärmenden Kräutern.

 

Hören Sie leichte beschwingte Musik und lesen unterhaltsame, anregende Bücher.

 

Beim Auftreten von Kapha Symptomen wie Trägheit, Müdigkeit, wenig Appetit, Schweregefühl, salziger Geschmack im Mund, sollten Sie sich unbedingt fachlichen Rat bei einem Ayurveda Kundigen holen.

 

Sollten Sie über den Winter trotzdem von einer Erkältungskrankheit heimgesucht werden, hier noch ein paar Hausmittel.

 

 

Ayurvedische Hausrezepte bei Erkältungskrankheiten

 

Schnupfen:

 

ist lästig, aber in der Regel ungefährlich. Etwas Ghee in die Nasenlöcher getan hält die Schleimhäute geschmeidig.

 

3x tägl. einen Tee aus 2 Teilen frischen Ingwer, 3 Teilen Zimt und 2 Teilen Kardamom trinken. Ca. 12 Min ziehen lassen und nach dem Abkühlen auf Trinktemperatur mit etwas Honig süßen.

 

Ein weiteres Rezept ist 1 Teil Ingwer mit 1 Teil Zimt und 2 Teilen Zitronengras mit Honig gesüßt.

 

 

Bei einem trockenen Husten können sie 1 Tl. Honig mit 2 Prisen gemahlenem schwarzen Pfeffer mehrfach tgl. zu sich nehmen.

 

1 Tasse Milch mit einem halben Tl. Kurkuma und einem viertel Tl. Ingwer lindert den trockenen Husten. Am besten abends trinken.

 

 

Husten mit Auswurf:

 

erfordert etwas andere Maßnahmen. 1 Tl. Honig mit je einem halben Tl. gemahlenen Ingwerpulver und Senfkörnern mehrmals tgl. eingenommen bis der Husten verschwindet.

 

Ein Tee aus einem halben Tl. Ingwerpulver einer Prise Nelke und Zimt lindert diesen Husten ebenfalls.

 

Ist der Auswurf gelblich/grünlich liegt eine Pitta-Beteiligung (Sekundärinfektion) vor. In diesem Fall können sie 3-4x tgl. einen viertel Tl. einer Mischung aus Sitopalladi und Maha-Sudarshan mit heißem Wasser zu sich nehmen. Diese Pulver sind von verschiedenen Firmen, die ayurvedische Produkte vertreiben zu beziehen.

 

Falls keine Besserung nach spätestens 14 Tagen eintritt, sollten Sie unbedingt einen Heilpraktiker oder Arzt konsultieren.

 

 

Eine schöne und gesunde Winterzeit

 

 


 

Ayurvedisch Leben im Lauf der Jahreszeiten

Der Herbst

 

Die Tage beginnen merklich kürzer zu werden und die Sonne steht nicht mehr so hoch am Himmel,

 

sie vollendet ihren nördlichen Lauf. Nach manchem heißen Sommer erfreut uns die morgendliche Frische und Kühle, weil wir noch die aufgestaute sommerliche Hitze in unserem Körper spüren, obwohl die Temperaturen schon gemäßigt sind. Dies ist ein Anzeichen für einen Pitta Überschuss. Um Krankheiten vorzubeugen, die durch vermehrtes Pitta entstehen können, sollte das überschüssige Pitta über den Darm (Virechena) ausgeleitet oder durch Pitta ausgleichende Ernährung reduziert werden.

 

Da die Sommer in Mitteleuropa aber sehr unterschiedlich, also warm und trocken aber auch kühl und feucht ausfallen können, ist die Ansammlung von Pitta im Organismus unterschiedlich. Der Herbst, in dem eigentlich Vata vorherrschend ist, kann möglicherweise kühl und feucht ( Kapha Eigenschaften) oder auch trocken, kalt und windig (Vata-Eigenschaften) ausfallen Der Stand der Sonne bestimmt die Jahreszeiten und die dazugehörigen Doshas, die aber durch starke Schwankungen des Wetters beeinflusst werden.

 

Stand der Sonne und Doshas

 

Frühling - Kapha

Sommer – Pitta

Herbst -Vata (Pitta)

Winter - Vata

Sonne beginnt nördlichen Kreislauf, steigt höher

Sonne erreicht höchsten Stand

Nördliche Kreislauf der Sonne geht zu Ende

Sonne hat den niedrigsten Stand, auf dem nördl. Kreislauf

Kapha verflüssigt sich

im Körper

Pitta sammelt sich im Körper an

Pitta angereichert, evtl.

Vata ebenfalls nach trockenem Sommer

Vata stark bei kalten trockenem Wetter, Kapha bei feuchtem

 

Aus den oben genannten Gründen empfehle ich beim Jahreszeitenwechsel von Sommer zu Herbst in unserer gemäßigten Klimazone mitunter nur eine leichte Ausleitung oder eine Reduzierung von Pitta. Menschen mit einer Pitta Konstitution erleben am Ende eines Sommers, während der sogenannten schwülen, heißen Hundstagen (Pitta ist feucht und heiß) manchmal eine natürliche Ausleitung, wobei der Körper sich durch einen Durchfall selbst des überschüssigen Pitta entledigt. Andernfalls kann man durch die Gabe von 250ml Milch mit 20 ml Rizinusöl zum Herbstbeginn das angehäufte Pitta ausleiten, . Dies gilt nur für gesunde Menschen im Alter von 7-75 Jahren. Wer eine Darmerkrankung oder andere Erkrankungen hat, sollte auf jeden Fall vorher einen Ayurveda-Heilpraktiker oder Ayurveda-Arzt konsultieren. Reduzieren können Sie Pitta durch die Einnahme von bitterem Ghee und Nahrung mit den Geschmacksrichtungen bitter, adstringierend und süß (z.B. Basmati-Reis).

 

Ausgleichen der Doshas

 

 

Übergang Spätsommer/Frühherbst

Herbst /Spätherbst je nach Witterung

Heißer Sommer

Pitta hoch – ausleiten, Vata reduzieren

Vata oder Kapha beruhigen

Warmer Sommer

Pitta erhöht - reduzieren

Vata oder Kapha beruhigen

Kühler Sommer

Pitta fast normal - keine Maßnahmen

Vata oder Kapha beruhigen

 

 

Die Ernährung

 

im Herbst sollte dann je nachdem ob kaltes, trockenes, windiges Wetter (Vata) oder kühles feuchtes,nebliges Wetter (Kapha) vorherrscht, Vata oder Kapha beruhigend sein. Die Verdauungskraft (Agni) wird nach dem Sommer wieder stärker und sollte unterstützt werden um mehr gehaltvolle Nahrung verdauen zu können und um mehr Energie zu produzieren.

 

Warme Getränke und Speisen sollen bevorzugt werden.

 

Die Nahrung soll gehaltvoll, stärkend sein und das Agni unterstützen.

 

Kitcheri mit gekochtem Gemüse, Warme Suppen, Reis mit Gemüse die in der Jahreszeit in der Region wachsen sind zu bevorzugen.

 

Meiden Sie auf jeden Fall kalte Getränke, Speiseeis, Hartkäse, Yoghurt und alles was Kapha oder Vata provoziert.

 

Allgemein sollten Sie wenig Rohkost essen. Rohkost bringt Kälte in den Körper und schwächt das Agni.

 

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Ernährungsvorschläge für den Herbst:

 

Ayurvedisches Frühstüch ( 1 Portion)

 

100 g Haferflocken oder Dinkelflocken, 5-Korn-Mix bzw. Gerstenflocken

 

1 Handvoll Nüsse (z.B. Mandeln, Sonnenblumenkerne o.ä.)

 

1 Handvoll Rosinen

 

evtl. Ingwer frisch gerieben

 

1 EL Ghee

 

1 Apfel, großzügig gewürfelt

 

Zimt, Kardamom, Bourbon-Vanille)

 

Dicksaft (Agavendicksaft) oder Rohrzucker

 

Wasser

 

In einem kleinen Topf das Ghee erhitzen und darin die Nüsse, den Ingwer und die Rosinen

 

anrösten. Anschließend die Flocken darüber geben. Das Ganze schwenken und anschließend mit so viel Wasser aufgießen, so dass das Wasser ca. 1 cm über den Flocken steht. Nun die Temperatur herunterstellen. In einem anderen kleinen Topf etwas Wasser erhitzen und darin den gewürfelten Apfel mit dem Zimt weich dünsten. Wenn die Flocken alles Wasser aufgenommen haben, werden die Flocken in einen tiefen Teller gegeben und mit dem gedünsteten Apfel vermischt. Zum Süßen jetzt den Agavendicksaft oder den Rohrzucker nach Belieben verwenden.

 

Tipp: Wer mag, kann noch 1 TL Ghee über den warmen Brei geben.

 

 Zarte Ingwermöhren für das Mittagessen (3-4 Personen)

 

750 g Möhren,

 

ca. 1 cm langes Stück Ingwer,

 

1 El Ghee, 1 Nelke,

 

1 Tl Koriandersamen,

 

½ Tl Kreuzkümmelsamen,

 

Kräutersalz, frischer Koriander

 

Die Möhren schälen, in Scheiben oder Stifte schneiden. Den Ingwer ebenfalls schälen, fein raspeln oder würfeln. Die Gewürze mit dem Salz im Mörser zerkleinern und im Ghee etwas anbraten. Dann den Ingwer hinzufügen und kurz anbräunen, die Möhrenstücke dazugeben und mit ca. einer Tasse Wasser ablöschen und gar köcheln lassen. Zum Schluß den frischen Koriander unterheben oder darüber streuen.

 

 

Pastinakencremesuppe für das Abendessen (für 4 Personen)

 

3 Pastinaken,

 

½ Stange Lauch (klein),

 

1 El Ghee,

 

2 Tl Fenchelsamen,

 

1 Tl Kreuzkümmelsamen,

 

½ Tl Currypulver (mild),

 

½ Tl frischer geriebener Ingwer,

 

1½ l ausgekochte Gemüsebrühe,

 

1 Ms Muskat, Kräutersalz und etwas schwarzer Pfeffer und frische Petersilie

 

Die Pastinaken und den Lauch klein schneiden, mit der Gemüsebrühe weich kochen und pürieren.

In einem Extra-Topf das Ghee erhitzen und die fein gemörserten Fenchel und Kreuzkümmel hinzufügen und unter ständigem Rühren etwas anrösten. Dieses zu der pürierten Gemüsesuppe hinzufügen, mit etwas Kräutersalz, Pfeffer und 1 Msp Muskat abschmecken und mit frisch gehackter Petersilie dekorieren. Evtl. etwas Zitrone noch hinzugeben.

 

Die tägliche Routine (Dinacharya) im Herbst

 

Beginnen Sie in den letzten sieben Tagen des Sommers und den ersten sieben Tagen des Herbstes mit der Umstellung in der Ernährung und der täglichen Routine. Dabei sollten Sie sich nicht starr an dem kalendarischen Herbstbeginn orientieren, sondern auch die Witterungslage berücksichtigen.

Stehen Sie morgens gegen 6.00 Uhr auf. Ölmassagen sind im Herbst besonders wichtig um den Körper zu stärken und widerstandsfähig zu machen. Nehmen Sie dafür Sesamöl oder ein mediziniertes, stärkendes Öl wie Maha Narayan tailam, bevor Sie nach ca. 20 Min.eine warme Dusche nehmen. Machen Sie nach dem Zähneputzen mit warmen Sesamöl eine Mundspülung und gurgeln Sie mit warmen Wasser in dem Sie über Nacht einen TL Haritaki eingeweicht haben. Mit Yoga Asanas und Atemübungen können Sie Vata und Kapha beruhigen. Besonders geeignet ist auch der Sonnengruß. Machen Sie so viele Durchgänge wie Sie können und steigern sie möglichst täglich um einen mehr auf 12. Geben Sie täglich 1-2 Tropfen Anu Tailam Nasenöl in jedes Nasenloch und massieren es etwas ein.

Bei einer Vata Konstitution oder sehr kaltem , trockenem Wetter können Sie einmal die Woche mit 50ml warmen Sesamöl und einer Prise Salz am Abend nach dem Abendessen einen Einlauf machen.

 

Mit einer ayurvedischer Ernährung und Lebensweise kommen Sie gut durch den Winter und können Sie sich jetzt schon auf einen gesunden Frühling freuen.

 

 

 

 


 

Ayurvedisch Leben im Lauf der Jahreszeiten

Der Sommer

 

Licht, Leben, Freude

 

Je nördlicher wir auf der Erdhalbkugel kommen, desto größer ist die Freude über Sommer, Sonne und Wärme.. Die Sonne lässt alles wachsen und erblühen, kann aber auch ohne den befeuchtenden, kühlenden und zusammenhaltenden Effekt des Wassers austrocknend, verbrennend, zerstörerisch sein.

Der Sommer ist die Zeit in der die Sonne ihren höchsten Stand erreicht, das Element Feuer den stärksten Einfluss hat. Pitta- Dosha, das Transfomationsprinzip besteht hauptsächlich aus Element Feuer und nur ein wenig Wasser. Es ist das vorherrschende Dosha des Sommers. Ist ein Sommer jedoch außergewöhnlich trocken kann sich auch der Einfluss von Vata-Dosha durch die Eigenschaften trocken und rauh bemerkbar machen.

 

Feuer und Wasser

Wie in jeder Jahreszeit geht es auch im Sommer um die Erhaltung des Gleichgewichts im menschlichen Organismus. Bei Umgebungstemperaturen die die Kerntemperatur des menschlichen Körpers (ca.37°C) übersteigen,wird es schwer für den Körper diese Temperatur zu erhalten. Wer hat dann nicht das Bedürfnis an einem heißen Sommertag ein kühlendes Bad zu nehmen oder hat ein Verlangen nach kühlen Getränken. Auch eine kühle Brise (Bewegungsprinzip Vata) wird als angenehm empfunden.

Die Kühle des Mondes, der Element Wasser verkörpert und das Element Feuer der Sonne, also Licht und Wasser sind Grundvoraussetzungen für Leben. Beides im rechten Maße schafft dem Menschen Wohlbefinden. Ein Übermaß des einen oder anderen erzeugt Unwohlsein bis hin zur Zerstörung.

 

Vata, Pitta und Kapha

Je nach Konstitution können die Menschen Hitze und Sonne unterschiedlich gut vertragen.. Menschen mit einer Pitta dominanten Konstitution leiden unter Hitze, vor allem unter feuchtwarmen Klima, Sie meiden eher die Sonne suchen Schatten und Abkühlung. Vata Konstitutionen dagegen fühlen sich sehr belebt durch warmes Wetter und halten sich gern in der Sonne auf. Menschen mit hohem Kapha- Anteil mögen Wärme aber keine feuchtwarme Hitze.

 

Die Haupteigenschaften der Doshas erklären Vorliebe oder Abneigung von Sommerwetter

 

Vata

Pitta

Kapha

kalt

rauh

trocken

Heiß

feucht

durchdringend

kühl

feucht

schleimig

Liebt Wärme auch feuchte

Mag es generell lieber kühl

Mag trockene Wärme

 

Den Sommer genießen

Stehen Sie im Sommer früh auf, am besten gegen 5 Uhr. Putzen Sie ihre Zähne mit einer bitteren Zahnpasta oder Zahnpulver. Reinigen Sie die Zunge mit einem silbernen Zungenreiniger und spülen den Mund mit Kokosnussöl. Danach trinken Sie am besten ein Glas Wasser.

Gehen Sie spazieren oder machen Yoga.vermeiden Sie aber Pranayama- und Yoga-Übungen die Pitta vermehren. Besonders geeignete Yogaübungen sind z.B. Brücke, Kamel Bogen und Kobra.. Diese Übungen vermindern Pitta in Leber und Dünndarm, wo Pitta physiologisch schon stark vorhanden ist.. Jogging im Sommer ist nicht zu empfehlen und wenn, dann nur früh morgens. Tragen Sie weite Kleidung aus Baumwolle oder Seide, das kühlt den Körper Meiden Sie Farben wie Rot, Orange oder intensives Gelb, welche wärmende Farben sind

Wenn Sie eine Sonnenbrille tragen, meiden Sie rote, orangene oder gelbe Gläser. Diese drei Farben verstärken Pitta, nehmen Sie blaue oder grüne Gläser, diese Farben haben ein kühlende Wirkung.

Wie in den warmen Regionen der Erde üblich, sollte nicht in der Mittagshitze und in der Sonne gearbeitet werden. Bei großer Hitze sollte geruht werden, bis es nachmittags wieder kühler wird. Halten Sie sich möglichst im Schatten auf und trinken ausreichend Wasser.

 

Eine gute kühlende Pranayama- Übung ist der Sitali Atem. Strecken Sie ihre Zunge heraus und formen Sie sie zu einer Röhre. Atmen Sie durch die gerollte Zunge in den Bauch hinein, halten den Atem dort ein wenig und atmen durch die Nase wieder aus. Diese Übung kühlt Pitta im Verdauungstrakt.

 

Machen Sie in den kühlen Abendstunden Spaziergänge, besonders bei Mondschein um den kühlenden Effekt des Mondes zu genießen. Massieren Sie sich mit Kokosöl oder Sonnenblumenöl und duschen danach mit kühlem Wasser. Heiße Duschen provozieren Pitta und sollten deshalb vermieden werden. Neem- oder Sandelholzseife sind zum waschen im Sommer besonders geeignet.

 

Tragen Sie im Sommer Perlen oder Schmuck aus Jade und Aquamarin.

 

Nahrungsfülle des Sommers

 

Die reichliche Auswahl an Nahrung, die uns unser Lebensraum im Sommer anbietet, entspricht den Anforderungen des menschlichen Organismus um das homöostatische Gleichgewicht zu erhalten

 

Das natürliche Verlangen nach Jahreszeit konformer Nahrung ist vielen Menschen nicht mehr bewusst oder wird ignoriert. Ein Großteil der uns im Sommer angebotenen Nahrung entspricht überhaupt nicht der Jahreszeit. Wenn allein die Sinne die Nahrungsauswahl bestimmen, steht die gewählte Nahrung unter Umständen im Widerspruch zu den körperlichen Bedürfnissen entsprechend der Jahreszeit. Wichtig ist, die körperlichen Bedürfnisse und das Verlangen der Sinne zu unterscheiden. Bei großer Hitze ist das Agni (Verdauungskraft) schwach und daher unser Hunger eher gemäßigt. Schwerverdauliche Nahrung sollte dann gemieden werden.

 

Heizen Sie im Sommer ihre Wohnung?

Vor den folgenden Empfehlungen zur Nahrungsaufnahme im Sommer noch etwas wesentliches zum besseren Verständnis. Wie schon oben erwähnt ist Pitta im Sommer dominant, was den Körper und Geist schwächt. Der Körper ist einer hohen Umgebungstemperatur ausgesetzt. Die Eigenwärme produziert der Organismus durch Verdauungs- und Muskeltätigkeit. Wir fühlen uns deshalb bei großer Hitze schwach, bewegen uns ungern und der Appetit ist gering. So wird vermieden noch zusätzlich Wärme zu produzieren. Hören Sie auf die Weisheit ihres Körpers und nehmen Sie leicht verdauliche Nahrung in angemessener Menge zu sich und meiden körperliche Anstrengung wo es nur geht.

 

Tageszeit und Ernährung

 

 Die Doshas im Rhythmus der Tages- und Jahreszeiten

Dosha

Kapha

Pitta

 

Vata

 

Tagesverlauf

6 - 10 Uhr

 

10 - 14 Uhr

14 - 18 Uhr

Nachtverlauf

1 - 22 Uhr

 

22 - 2 Uhr

2- 6 Uhr

Jahreszeit

7. Februar - 7. Juni

 

7. Juni - 7. Oktober

7. Okt - 7.Februar

 

Trinken Sie nach dem Aufstehen in der Vata-Zeit, zwischen 5.00 und 6.00 Uhr, etwas warmes Wasser. Nutzen Sie die Kapha-Zeit zwischen 6.00 und 10.00 Uhr Kräfte für den Tag zu sammeln.

Frühstücken Sie am besten erst gegen 10.00 Uhr bei beginnender Pitta-Zeit, dann können Sie das Frühstück am besten verdauen. Zu empfehlen ist eine leichte Mahlzeit wie z.B:

 

Frühstücksbrei mit Reisflocken (für 2 Personen)

 ½ l Sojamilch, Reismilch oder Hafermilch etc.

 6 El Reisflocken, 2 El Rosinen, 1 Feige getrocknet und klein gehackt, 1 El gehackte Mandeln, twas Zimt gemahlen, etwas Kardamom gemahlen, 1 Tl Ghee

 Milch in einem Topf erhitzen, bei kleiner Hitze unter ständigem Rühren Reisflocken hineingeben. Dann Ghee, Gewürze, Trockenfrüchte und Mandeln. Solange kochen lassen, bis ein Brei entsteht (5-10 min.) Man kann statt Reisflocken auch Dinkel- oder Haferflocken nehmen. Oder als Variation andere Trockenfrüchte wie Datteln z.B.

 

Verzichten Sie auf eisgekühlte oder heiße Getränke, bevorzugen Sie Getränke mit Umgebungstemperatur. Kalte Getränke schwächen das Agni und heiße Getränke bringen zu viel Hitze in den Körper.

 

Das Mittagessen sollte zwischen 13.00 und 14.00 Uhr eingenommen werden, danach ist eine Ruhephase angebracht. Schlafen sollten Sie nur bei ganz großer Hitze. Frisches, reifes, saftiges  Obst oder Salat kühlt den Körper und ist in der Mittagszeit, der Zeit der stärksten Verdauungskraft

 ein ideales Essen. Das Abendessen sollten Sie zwischen 18.00 und 19.00 Uhr einnehmen. Am besten eine leichte Suppe wie z.B. die

 Ayurvedische Abendsuppe (für 4 Personen)

 1 El Ghee, 1 Zwiebel, 750 ml Ingwerwasser oder ausgekochte Gemüsebrühe, 500 g Gemüse z.B. Karotten, Sellerie, Fenchel, etwas Kartoffel oder Süßkartoffel, Kürbis, etwas grüne Bohnen (am besten Gemüse der Jahreszeit entsprechend, aber kein Kohl, da er bläht),

 ½ Tl gem. Bockshornklee, 1 Tl gem. Kreuzkümmel, ½ Tl Koriander, ¼ Tl Paprika edelsüß, etwas Salz und Pfeffer schwarz, 1 Tl Zitronensaft

  • Die Zwiebel und das Gemüse klein schneiden.

  • Das Ghee in einem Topf erhitzen und die Gewürze darin kurz anrösten, dann gehackte Zwiebel hinzufügen und etwas dünsten, danach das kleingeschnittene Gemüse unterrühren. Mit dem Ingwerwasser oder der Gemüsebrühe auffüllen und ca. 25 min köcheln lassen.

  • Mit etwas Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken sowie den Zitronensaft hinzufügen.

  • Man kann noch frische Kräuter dazugeben wie Basilikum, Dill, Petersilie oder Koriander

Kohlenhydrate und Salate sollten am Abend gemieden werden. Essen Sie nach dem Abendessen nichts mehr.

 

Trinken Sie vor dem Schlafengehen, ca. 22.00 – 23.00 Uhr etwas warmes Wasser.

 

All diese Empfehlungen helfen Ihnen, einen beschwingten und gesunden Sommer zu erleben. So können Sie die Zeit des Lichts und der Wärme genießen und freuen sich am Ende dieses Sommers auf die nächste warme Jahreszeit.

 

 

 


 

Ayurvedisch Lebenim Lauf der Jareszeiten

 

Der Frühling

 

Ayurveda und Jahreszeiten

 

Auch wenn heute die Menschen in Europa, größtenteils eine Lebensweise haben, die scheinbar unabhängig von jahreszeitlichen Einflüssen ist, sind sie dennoch eingebunden in die Vorgänge und Wechselwirkungen der Natur. Wir halten uns in klimatisierten Räumen auf und erleuchten durch künstliches Licht die Nächte. Unsere Lebensweise orientiert sich zum großen Teil nicht mehr an den natürlichen Rhythmen des Lebens. Viele Menschen bemerken nicht mehr, wie die Jahreszeiten die Vorgänge im menschlichen Körper und Geist maßgeblich beeinflussen. Im Ayurveda, der Wissenschaft vom Leben, wird eine der Jahreszeit angepasste Ernährung und Lebensweise empfohlen. Gesundheit ist die natürliche Harmonie der Gewebe, Organe, Doshas und Geist miteinander im Einklang mit den natürlichen Rhythmen der Natur. Krankheit entsteht durch Disharmonien. Abendessen zur Nachtzeit, Erdbeeren im Januar und Joggen bei 35°C im Sommer sind einige Beispiele für disharmonische Lebensweise.

 

 

Jahreszeiten in Indien und in Europa

 

Die Jahreszeiten und die Übergänge von einer Jahreszeit in die nächste verlaufen in den verschiedenen Regionen der Erde sehr unterschiedlich. In Indien, dem Ursprungsland des Ayurveda, wird das Jahr in sechs Jahreszeiten eingeteilt im Gegensatz zu den uns bekannten vier in Europa. Der Frühling beginnt auf der nördlichen Halbkugel zur Frühjahrs-Sonnenwende um den 20. März, wenn die Sonne ihren nördlichen Lauf beginnt und damit die helleren und wärmeren Jahreszeiten ihren Anfang nehmen. Da sowohl Indien als auch Europa auf der nördlichen Halbkugel liegen, sind die Jahreszeiten nur rein klimatisch von der Aufteilung und Benennung her unterschiedlich, unterliegen aber gleichermaßen dem Lauf der Sonne.

 

 

Aufteilung der Jahreszeiten in Indien

 

Shishir (Spätwinter)

Vasant

(Frühjahr)

Greeshma (Sommer)

Varsha

(Regenzeit)

Sharad

(Herbst)

Hemant

(Frühwinter)

16 Jan. bis

15 März.

16 März bis

15 Mai

16 Mai bis

15 Juli

16 Juli bis 15 Sept.

16 Sept. bis 15 Nov.

16 Nov. bis

15 Jan.

 

 

Aufteilung der Jahreszeiten in Europa

 

22.März bis 21.Juni

22. Juni bis 22.Sept.

23. Sept. bis 21.Dez.

 

22.Dez.bis 21. März

Frühling

Sommer

Herbst

Winter

nördlicher Lauf der Sonne

südlicher Lauf der Sonne

 

 

Frühjahrsqualitäten

 

In Europa kann man immer wieder erleben, wie unterschiedlich Jahreszeiten in unserer Klimazone verlaufen können. Wir kennen Frühling mit fast sommerlichen Temperaturen schon im März aber auch Schnee bis in den April hinein. Einen zu kühlen und feuchten Frühling mit zu wenig Sonnenstunden und zu viel Regen nennen wir Ayoga. Einen ungewöhnlich sonnigen und regenarmen Frühling bezeichnen wir im Ayurveda als Atiyoga. Am Beginn des Wachstums der Pflanzen und dem Ende des Winterschlafes der Tiere lässt sich deutlich erkennen, welchen Einfluss die Jahreszeiten auf alle lebende Organismen, also auch auf den Menschen haben.

 

Zeit der Anpassung

 

Den Frühling empfinden viele Menschen in unserer Klimazone als die Zeit des Aufbruchs und der Erneuerung verbunden mit der Hoffnung auf Licht, Farben und Wärme. Der Einfluss des Mondes und damit dessen kühlende und Kraft spendende Wirkung nehmen beim Wechsel vom Winter zum Frühling ab, die wärmende aber auch schwächende Wirkung der Sonne nimmt zu. Für das Gemüt bedeutet der Frühling für die meisten Menschen aufblühende Lebensfreude. Dennoch nehmen im Verlauf der warmen Jahreszeit die körperlichen Kräfte ab, wie später an manchen heißen Sommertagen deutlich zu spüren ist.

 

In vielen Kulturen dieser Erde ist das Frühjahr auch eine Zeit der Reinigung, wie z.B. die christliche Fastenzeit vor Ostern. Der ayurvedischen Auffassung nach sollten bei jedem Übergang von einer Jahreszeit zur nächsten, körperlich und geistig ausgleichende Maßnahmen, durchgeführt werden. Angepasste Ernährung und Schlafdauer, Yogaübungen und Mantren helfen beim Übergang in eine andere Jahreszeit. Dabei werden Alter, Gesundheitszustand wie auch die durch die Doshas bestimmte Konstitution berücksichtigt.

 

Maß, Überfluss

 

Eine der Jahreszeit nicht angepasste Lebensweise und Ernährung kann die Qualität und Quantität der Dhosas im menschlichen Körper und Geist stören was zu Erkrankungen führt. Das Wort Dosha hat im Sanskrit viele Bedeutungen, z.B. auch Verderber oder Krankheit. In der ayurvedischen Betrachtungsweise spielt Kapha-Dosha im Frühling eine ganz besondere Rolle. Ka bedeutet Wasser und pha gedeihend. Kapha ist das Dosha was uns körperliche Kraft, Geschmeidigkeit und Erinnerung gibt.

 

Je nach Lebensweise, Ernährung aber auch durch kühle und feuchte Witterungseinflüsse kann sich Kapha über den Winter im menschlichen Körper übermäßig anreichern oder seine Eigenschaften verändern. Dann begünstigt Kapha, mit seinen Eigenschaften kühl, feucht, schleimig und träge, unter anderem die im Frühjahr häufig auftretenden verschiedenen Erkältungskrankheiten. Frühjahrsmüdigkeit ist eine weitere Erscheinung die maßgeblich von Kapha-Dosha beeinflusst wird.

 

Jahreszeit und Doshas

 

Frühjahr

Sommer

Herbst

Winter

21. März bis 20 Juni

21.Juni bis 21.Sept.

22. Sept. bis 20. Nov.

 

21. Nov. bis 20. März

 

Kapha vermehrt

 

Pitta nimmt zu

 

Vata vermindert

Kapha vermindert

 

Pitta nimmt weiter zu

 

Vata schwach

Kapha schwach

 

Pitta stark

 

Vata nimmt zu

Kapha nimmt zu

 

Pitta schwach

 

Vata stark

 

Reduzierung und Ausleitung

 

Durch den zunehmenden Einfluss der Sonne verflüssigt sich das kühle und zähe Kapha im Organismus. Dadurch kann das Kapha im Körper leichter bewegt und besser durch die sogenannten Panchakarma Behandlungen wie z.B. Vamana (therapeutisches Erbrechen) aus dem Körper leichter ausgeleitet werden. Durch die Einnahme von erhitzenden Kräutern,wie z.B. Ingwer, eine Kapha Diät und viel Bewegung kann Kapha reduziert und in seinen Eigenschaften positiv verändert werden. Eine Ausleitung von Kapha-Dosha ist nur notwendig wenn eine Reduzierung oder eine Beeinflussung der Qualität von Kapha das individuelle Gleichgewicht nicht wieder herzustellen vermag.

 

Frühling und Ernährung

 

Die variablen Verläufe des Frühlings erfordern eine speziell abgestimmte Ernährung.

 

Die proportionalen Anteile der Geschmacksrichtungen Süß, Sauer, Salzig, Scharf, Bitter und Herb sind entsprechend des Gesundheitszustandes, der Jahreszeit, der Konstitution sowie des Alters anzupassen. In besonderen Fällen ist vielleicht notwendig einen Geschmack stark zu reduzieren oder ganz wegzulassen. Die unten in der Tabelle genannten Geschmacksrichtungen und Eigenschaften sind auf die konstitutionellen Doshas im Frühling bezogen.

 

 

Vata

Pitta

Kapha

Frühling

süß, scharf, warm, etwas fettig und etwas sauer

süß, bitter, mäßig scharf und mäßig warm, zusammenziehend

scharf, warm, trocken,

etwas zusammenziehend

 

 

Entschlackung im Frühjahr

 

Morgens ca. 7 Uhr: 1 Tasse warmes Wasser mit frisch gepressten Zitronensaft und 1Teelöffel Honig auf nüchternen Magen trinken (regt den Stoffwechsel an).

 

Bis 30 Min. vor Mittagessen alle 30 Min. 1 Tasse heißes, mindestens 10 Min. gekochtes Wasser trinken. Kann in einer Thermoskanne aufbewahrt werden.

 

Mittags zwischen 12-14 Uhr: frisch gekochte Gemüsesuppe oder Gemüse mit vielen frischen Kräutern, Reis oder Nudeln (Nudeln nur in der Suppe), aber ohne Fett und Fleisch, soviel man mag. Nur bei starker Vata-Dominanz ein wenig Sesamöl hinzufügen.

 

Ab 60 Min. nach dem Mittagessen, bis 30 Min. vor dem Abendessen, wieder regelmäßig

 

1 Tasse gekochtes Wasser trinken.

 

Abends nicht später als 18 Uhr: wie mittags frisch gekochte Gemüsesuppe oder Gemüse.

 

Nicht die Reste vom Mittag aufwärmen.

 

Zwischendurch dürfen falls der Hunger groß ist Reiswaffeln aus dem Reformhaus gegessen werden. Bei der Auswahl des Gemüses und der Kräuter orientieren Sie sich an den oben in der Tabelle genannten Geschmacksrichtungen

 

Besonders geeignetes Gemüse: Artischocke, Bittergurke, Brokkoli, Erbsen, Fenchel, Kartoffeln, Lauch, Okra, Paprika, Rote Beete, Sellerie, Spinat, Spargel.

 

Sie können diese Frühjahrs-Kur nach eigenem Ermessen zwischen 3 und 7 Tagen, am besten im April oder Mai durchführen.

 

Unterstützend können Kräuterpulver oder Tabletten eingenommen werden z.B:

 

Triphala – gleicht die Doshas aus, regenerierende und immunstimulierende Wirkung.

 

Trikatu – Kapha reduzierend, nicht bei übermäßigem Pitta verwenden.

 

Hinguvastaka – reduziert Kapha und Vata, stärkt das Agni.

 

Dosierung nach Angaben der Ayurvedischen Schriften oder der Anbieter.

 

 

Kommen Sie gut durch den Frühling in den Sommer